Pressemitteilungen
Beeinträchtigung der Trinkwasserqualität
Information zur Beeinträchtigung der Trinkwasserqualität in Kutzleben und Lützensömmern im
September und Oktober 2026
Aufgrund eines Rohrbruches an der Transportleitung DN 150 AZ Gangloffsömmern / Lützensömmern erfolgte nach Abschluss der Baumaßnahme am 23. und 24.09.2026 die mikrobiologische Prüfung der Trinkwasserqualität im Versorgungsbereich. Die Befunde ergaben, dass im Leitungsnetz der Gemeinden Lützensömmern und Kutzleben geringfügig coliforme Bakterien nachgewiesen wurden. Das Gesundheitsamt des Unstrut-Hainich-Kreises wurde nach Bekanntwerden der Werte am 29.09.2026 informiert und folgende Maßnahmen wurden abgestimmt:
- Desinfektion des Trinkwassers mit Calziumhypochlorit in der Verteilerstation Ottenhausen und in der Pumpstation Lützensömmern.
- Spülung der Transportleitungen in der Pumpstation Lützensömmern und in Kutzleben
- Zweimal täglich Chlornachweise in Lützensömmern und Kutzleben
- Reinigung der Pumpenvorlagebehälter in Lützensömmern am 29.9.2026 und am 04.10.2026
- Gesonderte Spülung der Transportleitung DN 150 Gangloffsömmern/ Lützensömmern am 29.09.2026
- tägliche Abstimmung bezüglich der Wasseruntersuchungsergebnisse mit dem Gesundheitsamt
Zur Überprüfung der Trinkwasserqualität erfolgen seit dem weitere Nachbeprobungen im Versorgungsgebiet (Pumpstation Lützensömmern, Kindergarten Kutzleben) sowie punktuell im vorgelagerten Leitungsnetz zur Abklärung eventuell weiterer Kontaminationsquellen (Druckverteilerstation Ottenhausen, Hydrant Lützensömmern, Zulauf PST Lützensömmern). Amtliche Proben durch das zuständige Gesundheitsamt des Unstrut-Hainich-Kreises erfolgten am 05.10.2026 in Lützensömmern in der Pumpstation sowie im ON Lützensömmern (Rittergut) und im ON Kutzleben (Kindergarten). Die Ergebnisse dazu werden am 07.10.2026 erwartet.
Ursache für die Beeinträchtigung ist möglicherweise ein Rohrschaden, der vor der ursprünglichen Beprobung zwischen Gangloffsömmern und Lützensömmern an der Transportleitung DN 150 AZ aufgetreten ist.
Am Zulauf der PST Lützensömmern wurden am 30.09.2026 Grenzwertüberschreitungen der Parameter Coliforme, Koloniezahl bei einer Bebrütungstemperatur von 22°C und ein einmaliger Nachweis von E-Coli. Am 27.09.2026 wurden zudem einmalig intestinale Enterokokken nachgewiesen. Die erhöhte mikrobiologische Belastung ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auch auf die intensive Spülung des Leitungsnetzes zurückzuführen, da eine größere Ablösung von Rohrinnenablagerungen nicht ausgeschlossen werden kann.
Seit dem 30.09.2026 wurden bei der Prüfung der mikrobiologischen Trinkwasserqualität in den ON Kutzleben/Lützensömmern keine weiteren Grenzwertüberschreitungen befundet. Da in der PST Lützensömmern zurzeit weiterhin Coliforme Bakterien nachgewiesen werden, haben wir die Stangl GmbH beauftragt die Trinkwasserleitung Gangloffsömmern / Lützensömmern einer Luft-
Wasser-Spülung zu unterziehen und eine Desinfektion mit Chlordioxid durchzuführen. Die Arbeiten sollen am 8.und 9. Oktober 2026 durchgeführt werden.
Niedrigwassersituation in der Oratalsperre
In Abstimmung mit der TFW möchten wir Sie über die Entwicklung der Niedrigwassersituation in der Oratalsperre und deren Auswirkungen auf die Versorgung mit Trinkwasser im Verbandsgebiet des TWZV informieren.
Sie können in den vergangenen Wochen in den Medien insgesamt verfolgen, dass trotz der Niederschläge in den letzten Tagen immer noch ein deutliches Defizit hinsichtlich der Fluss- und auch Talsperrenpegel zu verzeichnen ist. Hiervon ist in diesem Jahr in Thüringen auch maßgeblich die Ohratalsperre betroffen.
Aufgrund des fehlenden Schnees im letzten Winter und der damit ausbleibenden Schneeschmelze sowie den sehr trockenen Monaten im ersten Halbjahr 2025 hat die Ohratalsperre bereits zum jetzigen Zeitpunkt einen für diese Jahreszeit zu niedrigem Pegelstand erreicht. Dieser sinkt kontinuierlich weiter ab. Zum jetzigen Zeitpunkt geht man davon aus, dass im Herbst und Winter wieder ausreichende Niederschläge oder Schnee fallen, dass sich die Talsperre füllt, um im nächsten Jahr die Versorgung im Mittelthüringen sicher zu stellen.
Vor diesem Hintergrund hat die TFW in Abstimmung mit dem Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN), der oberen Wasserbehörde und dem Thüringer Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Energie und Forsten (TMUENF), mittel- und langfristige Maßnahmen zur Stabilisierung des Pegelstandes abgestimmt.
Der TWZV wurde am 05.08.2025 mit anderen Trinkwasserversorgungsunternehmen von Seiten der TFW darüber informiert.
Eine der kurzfristigen Maßnahmen ist die Entlastung der Entnahme aus der Ohratalsperre.
Der TWZV prüft ebenso wie die anderen Versorgungsunternehmen, die ebenfalls aus der Ohratalsperre Wasser beziehen, inwieweit eine Kompensation von Fernwasser durch Grundwasser in den jeweiligen Versorgungsbereichen möglich ist.
Dies wird gegenwärtig mit den Fachbehörden erörtert und je nach Entwicklung der Situation vorbereitet und umgesetzt.
Für auftretende Fragen steht die Geschäftsstelle des TWZV unter der
Rufnummer 0800-0725 175 oder per E-Mail: info@bewa-soemmerda.de gern zur Verfügung.
Ralf Hauboldt | Verbandsvorsitzender